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Vesuvo, Capri und "bella Napoli"

In der Woche vor den Osterferien waren Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 11 zusammen mit ihren Lehrern Frau Heidrich, Herr Link und Herr Hahn zur Studienfahrt am italienischen Golf von Neapel. Neben historischen und geologischen Highlights kam natürlich auch das "dolce vita" nicht zu kurz.

Nach der 18-stündigen Busanreise durch die verschneiten Alpen stand zunächst die Erkundung der näheren Umgebung auf dem Programm. Die Unterkunft sowie die kleine Hafenstadt Meta boten einen grandiosen Ausblick auf den Golf von Neapel, den Vesuv und Capri; alles Ziele, die in den kommenden Tagen entdeckt und "erwandert" werden sollten.

So stand am ersten Tag ein Stadtrundgang durch Sorrent sowie eine ausgedehnte Wanderung auf die angrenzende Landzunge an. Das Ziel war eine natürliche Lagune, die sich über die Jahrtausende in den Kalkstein erodiert hatte und die zugleich die Möglichkeit bot, Überreste und Ruinen einer römischen Villa zu entdecken. Zwar sorgte das abrupte Ende des Wanderwegs für eine Zwangspause, die dafür aber nochmals ein grandioses Panorama über das Mittelmeer und den stehts dominierenden Vesuv bot.

Am zweiten Tag fuhren wir mit dem Bus nach Pompeii. Bei einer zweistündigen Führung durch die zunächst von Asche und später von einem pyroklastischen Strom überdeckten, römischen Handelsstadt konnten wir nicht nur den aktuellen Stand der archäologischen Ausgrabungen, sondern auch die Rekonstruktionen alter Gebäude, Graffitis und Badehäuser begutachten. Nach der Stärkung in einer typisch napoletanischen Pizzaria fuhren wir weiter zum Vesuv, der mit seinem Ausbruch im Jahre 79 n. Chr. nicht nur Pompeii sondern auch Herkulaneum verwüstete. Der Aufstieg auf den 1200m hohen Vulkan entpuppte sich schließlich als anstrengender als gedacht; nichtsdestotrotz konnten wir am späten Nachmittag einen Blick in den Krater des ruhenden Vesuvs werfen und das Lavafeld des letzten, kleineren Ausbruchs aus dem Jahr 1944 begutachten.

Am dritten Tag stand die bekannte Insel "Capri" auf dem Programm. Auf den Spuren der "Capri-Fischer" wandelten wir durch die engen Gassen der weitgehend autofreien Insel bis hinauf zu den Ruinen der Villa des römischen Kaisers Tiberius, der von Capri aus das römische Reich regiert hatte. Zudem umrundeten wir die Insel mit einem kleinen Ausflugsboot, sodass wir einen grandiosen Blick auf die "blauen Grotten" und die schroffen Felsformationen um Capri werfen konnten.

Am vorletzen Tag ging es schließlich nach Neapel. Bei einer Führung durch die Unterwelt Neapels haben wir die alten Wasserwege und Zisternen begutachen können, die bereits die Griechen in den Tuffstein geschlagen hatten und die während des Zweiten Weltkriegs als Luftschutzbunker fungierten. Spannend war zudem zu sehen, wie die Napolitaner ihre Häuser direkt auf die alten römischen Ruinen der Stadt bauten. Nach ein paar Stunden Freizeit in Neapel fuhren wir weiter nach Herkulaneum. Wie Pompeii wurde die ehemalige Hafenstadt beim Ausbruch des Vesuv im Jahre 79 n. Chr. verschüttet; durch die direkte Nachbarschaft zum Vesuv und die gewaltige Überdeckung der Stadt durch den meterhohen Tuffstein sind die Ruinen Herkulaneums noch in exzellentem Zustand erhalten geblieben.

Am letzten Tag war schließlich die Heimreise geplant, sodass wir nach dem Frühstück noch eine letzte Wanderung nach Sorrent unternahmen. Mit den letzten Ausblicken auf den Golf von Neapel, Capri und den Vesuv ging eine interessante und lehrreiche Studienfahrt nach Italien zu Ende.