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„Tatort Blumenwiese“

Aufführung der Theater-AG des Martin-Schleyer-Gymnasiums Lauda: Zum Ende des ersten coronafreien Schuljahres hatte die Unterstufen-Theater-AG des Martin-Schleyer-Gymnasiums Lauda eingeladen zur Aufführung der temporeichen Kriminalkomödie „Tatort Blumenwiese“ (nach „Keine Freunde! - Keine Feinde?“ von Barbara Peters).

Der erfolgreiche Neustart der Theater-AG im letzten Schuljahr hatte in diesem Jahr dazu geführt, dass ganz viele Schüler mitspielen wollten und so alle 20 Rollen doppelt besetzt werden konnten, für die Aufführungen an zwei verschiedenen Tagen. Darüber hinaus hatten neun Schüler, für die keine Rolle mehr übrig war, eine Video-AG gegründet. Mit zwei selbstgedrehten, pfiffigen Videos durften sie so ebenfalls am Theatergeschehen teilnehmen. Unter der Leitung der beiden Lehrerinnen Sarah Höger und Sarah Ruppert gab es dadurch ein „Entdecken“ vieler junger, spielbegeisterter Schauspieltalente aus den Klassen 5 - 9. Die Zukunft der Theater-AG scheint jedenfalls gesichert zu sein! Ins richtige Licht gerückt wurden diese Talente durch das alte und neue Technikteam (Sebastian Häußner, Leonard und Benedikt Schulz, Eric Richter, Juri Rosenberg, Philipp Kuhn, Frederik Brandel, Tobias Fischer). Die Kunst-AG unter der Leitung von Simone Bangel und Rahel Hecht sorgte für eine überaus gelungene Gestaltung von Bühnenbild und Maske.

Der Klage des Sergeants Smith - „In unserem Dorf ist ja eigentlich nie was los“ – steht in der Krimikomödie „Tatort Blumenwiese“ ein spannendes Geschehen voller Turbulenzen aber ohne Blutvergießen im Stil englischer Krimis entgegen: Die wohlstandsverwahrloste Millionärstochter Lizzie Halloway – vielbeschäftigter Vater, nur aufs Äußere bedachte Mutter, mit Geld statt Elternliebe überhäufte Tochter, ein stets ergebener Butler - wird von einem ungleichen Gangsterduo, Little Billy und Big Jack, auf einer Blumenwiese entführt. Im Kellerversteck erpresst sie sich endlich den Spielkameraden, der ihr bei allen Barbiepuppen samt Zubehör immer gefehlt hatte. Ganz ohne Spielzeug geht es aber dann doch nicht. Gewünscht wird „Mensch ärgere dich nicht“, ein Kartenspiel und Comic-Hefte. Little Billy muss also einkaufen gehen. Und so werden im dörflichen Krämerladen und beim klassischen englischen Tee die entscheidenden Fäden, die zum Opfer und zum Drahtzieher des Verbrechens führen, aufgegriffen und miteinander verknüpft – natürlich nur dank eines bislang verkannten Sherlock Holmes alias Philipp Bluewater samt seiner klugen Tante Lady Honeybell und der auf ihre Mitmenschen achtenden Kramladenbesitzerin Mrs. Miller. Da es keinen Mord gegeben hat, ist dieses Mal auch nicht der unzuverlässige Gärtner von Lady Honeybell der Täter.

Das Motiv für die Entführung dagegen wird wundervoll beschwingt im Videodreh „Vor 20 Jahren“ gezeigt und damit ist auch der Drahtzieher enttarnt. Es ist der Butler, der sich für die Kränkung rächen will, dass seine Liebe zur Mutter von Lizzie damals verschmäht wurde. Diese hatte sich schnöde für das Geld und damit für Mr. Halloway statt für die wahre Liebe entschieden. Nach der Verhaftung des Butlers gibt es nun auch für die Familie Halloway ein Happy End: Lizzie hat jetzt liebevolle Eltern, die sich Zeit für sie nehmen, und endlich eine Freundin, die mit ihr hingebungsvoll mit Barbiepuppen spielt.

Die Spielfreude der Schauspieler war in diesen Aufführungen nicht nur bei den Hauptrollen greifbar, auch viele Nebenrollen wurden oscarverdächtig gespielt, und das bei sehr hohen Temperaturen in einer gut gefüllten Aula. Keine Frage, dass der Schulleiter Dr. Gernert in seinen abschließenden Dankesworten voll des Lobes war. Die Schüler hätten als Schauspieler auf der Bühne alles mit großer Bravour gemeistert und so gezeigt, dass am MSG über den Unterricht hinaus vieles möglich sei.

Impressionen der Theatervorstellung: