„Pop and Lyrics“
Gottesdienst zum Schuljahresende: „Lass uns nochmal aufdrehn“ - Nach einer langen Corona-Pause fand am Mittwoch vor den Ferien erstmals wieder ein gemeinsamer Gottesdienst in der gut besuchten Aula des Gymnasiums statt.
Unter dem Motto „Pop and Lyrics“ ließen sich die Religionslehrerinnen Frau Kücherer und Frau Bell von einem modernen Song für den Gottesdienst inspirieren. Über diesen Song durften die Schüler und Schülerinnen des MSGs abstimmen.
Mit großer Mehrheit entschieden die Schüler und Schülerinnen sich für die derzeitige „Dauer-Nummer-Eins“ in den deutschen Charts – „Komet“ von Apache 207 und Udo Lindenberg.
Der aufstrebende Rapper Apache und der Altrocker Lindenberg spiegeln mit ihrem Song „Komet“ das derzeitige Lebensgefühl unserer Zeit wider: Kurzweiliges, lautes und intensives Leben und gleichzeitiges Wahrnehmen der Tristes, aus der der Mensch nicht zu fliehen vermag.
Diesen Zwiespalt im Leben verdeutlichen auch Schülerinnen der 9. Klasse mit einer Sprechcollage zum Song: Eine Stimme ruft: „Zähl schon lang nicht mehr die Jahre, die ich im dichten Rauch sitz.“ Die Gegenstimme antwortet: „Ich will auf Nummer sicher gehen, dass ich für immer leb! Lass uns nochmal aufdrehn!“.
Wie können wir mit dieser inneren Spannung im Leben umgehen? Der Beter in Psalm 139, gelesen von Frau Bück, befindet sich in einer ähnlichen Situation und verweist auf die Allgegenwärtigkeit Gottes: Natürlich darf der Mensch „hell leuchten“, das Leben in vollen Zügen auskosten, sich etwas trauen – das bedeutet es vor Gott Mensch zu sein. Aber auch in den trüben und kraftlosen Zeiten ist Gott dem Menschen nahe und fängt ihn auf, wenn der Boden unter den Füßen weggerissen wird – denn gerade in solchen Momenten ist Gottes Zusage gewiss, dass die „Nacht so hell wie der Tag leuchtet" (Ps 139, 12).
Nach den Fürbitten, gestaltet und gelesen von Schülern und Schülerinnen der 9. Klasse, stimmte die Schulgemeinschaft gemeinsam den Song „Komet“ an – in dem Wissen, dass helle und dunkle Phasen Teil des Lebens sind und dass Gott immer nahe ist.





















