Engagement für Europa: Deutsch-französische Schülerbotschafter am MSG
Unsere Schule engagiert sich aktiv für die deutsch-französische Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang nahmen Juliana Engstfeld (10a) und Johannes Dahm (10d) erfolgreich am Programm „Les élèves ambassadrices et ambassadeurs franco-allemand(e)s“ teil und wurden zu deutsch-französischen Schülerbotschafter*innen ausgebildet.

Im Rahmen ihrer Ausbildung setzten sie sich intensiv mit der Rolle junger Botschafter*innen für die deutsch-französische Freundschaft auseinander. Ziel des Programms ist es, Interesse an der Partnersprache zu wecken, interkulturelle Kompetenzen zu stärken und Schülerinnen und Schüler zu ermutigen, eigene Projekte zur Vertiefung der deutsch-französischen Zusammenarbeit zu entwickeln.
Das Ausbildungsseminar fand vom 26. bis 28. November in Niederbronn-les-Bains statt. Juliana Engstfeld und Johannes Dahm vertraten dort engagiert unsere Schule und kehrten mit vielen neuen Ideen und Impulsen zurück. Ihr Mandat als deutsch-französische Schülerbotschafter*innen gilt für zwei Jahre. In diesem Zeitraum werden sie sich aktiv dafür einsetzen, die französische Sprache und Kultur an unserer Schule sichtbar zu machen und Mitschülerinnen und Mitschüler für Frankreich zu begeistern. Geplant sind unter anderem Aktionen, Projekte und Informationsangebote, die neugierig machen und Lust auf Französisch sowie auf Austausch und Begegnung wecken sollen.
Wir freuen uns sehr auf ihr Engagement und auf die Impulse, die sie in dieser Zeit in unsere Schulgemeinschaft einbringen werden.
„Über Vorurteile aufklären und für die Sprache der Nachbarn werben“ - Vierte Generation der deutsch-französischen Schülerbotschafter am Start
Im Rahmen eines zweitägigen Seminars in der Niederbronn-les-Bains (Elsass) wurden 40 neue deutsch-französische Schülerbotschafterinnen und -botschafter Ende November 2025 auf ihre künftigen Aufgaben vorbereitet. Diese bestehen darin, die Beziehungen zum Nachbarland zu vertiefen und Gleichaltrigen die französische Sprache, die Kultur und die Politik näherzubringen. Viele junge Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg wählen Französisch nicht als zweite Fremdsprache, da noch immer Vorurteile über Frankreich und seine Sprache existieren.
Deswegen haben das Kultusministerium und sein Gegenüber im Elsass, die Académie de Strasbourg, 2022 das Projekt der deutsch-französischen Schülerbotschafter ins Leben gerufen, bei dem nun bereits die vierte Generation am Start ist. Sie möchten über diese Vorurteile aufklären und an ihrer Schule für die Sprache der Nachbarn werben. Durch die Nähe des Nachbarlandes besteht auch die Möglichkeit, deren Kultur über einen Austausch oder während einer Sommerfreizeit zu erleben. Diese und weitere Möglichkeiten der Begegnung wurden den Schülerinnen und Schüler von diesseits und jenseits des Rheins vorgestellt.
Auch mit den Schatten der Vergangenheit beschäftigten sich die Jugendlichen: Bei einer Führung über den Soldatenfriedhof nebenan lernten sie tragische Schicksale von jungen Deutschen und Elsässern kennen, die am Ende des 2. Weltkriegs in den Vogesen fielen. Wie aus Feinden Freunde wurde, welche Rolle dabei der Élysée-Vertrag spielte und welche Persönlichkeiten einen besonderen Bezug zum Nachbarland haben, erarbeiteten sie mit Hilfe verschiedener Materialien.
Schließlich sammelten die neuen Schülerbotschafterinnen und -botschafter auch noch Vorschläge für Aktivitäten, mit denen sie bei Festen wie dem Deutsch-Französischen Tag am 22. Januar oder der Fête de la Musique am 21. Juni über das andere Land informieren können. Es kamen viele kreative Ideen zusammen wie zum Beispiel eine Mini-Tour de France oder kleine Spiele, Rätsel oder sogar Mini-Ausstellungen. Mit diesen Aktionen wollen sie Jüngeren an ihren Schulen verdeutlichen, dass Französisch und Deutsch nicht nur Lernfächer sind, sondern auch Spaß machen.
Darüber hinaus schlossen die 40 Jugendlichen untereinander neue Freundschaften und genossen bei einem Spaziergang durch Niederbronn die abendliche Adventsstimmung. Nach den beiden Tagen hatte sich die Gruppe so gut gemischt, dass es manchem nicht mehr klar, wer nun aus Deutschland und wer aus Frankreich stammte.
Bericht über das Einführungsseminar der neuen deutsch-französischen Schülerbotschafterinnen und -botschafter in Niederbronn-les-Bains
Vom 26.11. bis 28.11.2025 fand das erste Treffen der neuen deutsch-französischen Schülerbotschafter statt. Am ersten Tag haben wir uns am Bahnhof in Stuttgart getroffen und sind anschließend zu einer Jugendbegegnungsstätte in Niederbronn-les-Bains (Elsass) gefahren. Dort haben wir die französischen Teilnehmer getroffen, welche bereits früher angekommen waren. Bei Kennlernspielen konnten wir einiges übereinander erfahren.
Am nächsten Tag gab es um 8.15 Uhr Frühstück. Nach dem Frühstück hatten wir dann die erste Arbeitsphase, in welcher wir besprochen haben, was die Funktion der Schülerbotschafter und Schülerbotschafterinnen ist. In der darauffolgenden Arbeitsphase wurde uns erklärt, was das Netzwerk dfSB ist. Anschließend haben wir ein Gruppenfoto gemacht, für welches jeder ein T-shirt bekommen hat, für das wir erst einige Rätsel lösen mussten. Danach gab es Mittagessen. Im Anschluss daran, sind wir auf den Soldatenfriedhof gegangen, der sich direkt neben der Jugendherberge befindet. Dort angekommen, haben wir in Kleingruppen Aufgaben bearbeitet. Anschließend hatten wir Aufgaben, welche wir in zwei Gruppen absolvierten. Zwischendurch hatten wir auch Pausen, in welchen wir etwas getrunken haben oder andere Dinge gemacht haben. Als wir damit fertig waren, haben wir zu Abend gegessen und sind im Anschluss in die Stadt (Niederbronn les Bains) runter gelaufen. Wer dazu keine Lust hatte, konnte auch in der Jugendherberge bleiben und Spiele spielen oder andere Dinge tun.
Am Freitag erlebten wir einen spannenden und abwechslungsreichen Tag. Nach dem Frühstück starteten wir direkt mit der nächsten Arbeitsphase. In deutsch- französischen Zweiergruppen sollten wir kurze Biografien über Menschen schreiben, die sich für die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich eingesetzt haben. Dabei mussten wir nicht nur Informationen finden, sondern auch gemeinsam entscheiden, was wirklich wichtig ist und wie man es gut erklären kann. Nach der Mittagspause ging es mit der Präsentation unserer Ergebnisse weiter. Jede Gruppe stellte ihre Biografien vor und erklärte, was für eine Verbindung diese Person entweder zu Deutschland oder zu Frankreich hatte. Anschließend hatten wir noch eine Arbeitsphase, in welcher wir Ideen für den deutsch- französischen Tag oder für den Tag der offenen Tür sammelten. Es kamen viele kreative Ideen zusammen, wie zum Beispiel eine Mini-Tour de France oder kleine Spiele, Rätsel oder sogar Mini-Ausstellungen. So könnten wir den Kindern verdeutlichen, dass Französisch nicht nur ein Lernfach ist, sondern dass es auch Spaß machen kann.
Zum Abschluss haben wir gemeinsam über die letzten Tage gesprochen. Sie fragten uns Sachen wie „Was lief gut?“ oder „Was haben wir gelernt?“ Viele meinten, dass die gemeinsame Arbeit mit den französischen beziehungsweißen deutschen Partnern das Highlight war. Außerdem konnten wir viele neue Kontakte knüpfen, sowohl mir den deutschen als auch mit den französischen Teilnehmern. Wir konnten auch sehr viel über die jeweilige Kultur erfahren. Danach ging es für uns alle nach Hause - mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck. Alles in allem war es eine sehr schöne Zeit.
Text: Jana Witschas und Arunya Antonythascollins



















