Merkmale des "sanften Übergangs" am MSG

Wichtige Bausteine für diese positive Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler sehen wir in den folgenden Punkten, die wir unter der Prämisse "sanfter Übergang" konsequent umsetzen:

  • Bei der Einteilung der neuen fünften Klassen werden Schülerinnen und Schüler aus derselben Grundschule grundsätzlich zusammen gelassen.
  • Klassen werden bei uns bereits seit längerem nicht mehr getrennt, um nach Profilwahlen den Stundenplan einfacher erstellen zu können. Die Schüler einer Klasse bleiben am MSG entsprechend der Einteilung für die Fünftklässler bis zur Klassenstufe 11 zusammen und können so eine echte Klassengemeinschaft entwickeln.
  • Eine zusätzliche Klassenlehrerstunde ermöglicht die Schaffung einer Beziehung zwischen Schülern und Lehrkraft, die über die reine Stoffvermittlung hinausgeht.
  • Jede fünfte Klasse hat Oberstufenpaten, die Ansprech- und Bezugspersonen sind, die bei der Orientierung im Schulhaus helfen und die einen Klassentag zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls organisieren.
  • Der Unterricht wird am Vormittag durch ein verstärktes musisch-künstlerisches Angebot rhythmisiert, sodass neben dem Unterricht auch Entspannungsphasen vorkommen.
  • Die Teilnahme an der Streicherklasse wird angeboten (Dauer: 1 Schuljahr, Kosten: ca. 25 - 30 €, abhängig von Teilnehmerzahl; Ausleihgebühr für ein Instrument, Versicherung des Instruments, Wartung und Unterrichtsgebühr sind im Kostenbeitrag enthalten).
  • Die Lehrkräfte, die in der Klassenstufe 5/6 eingesetzt werden, werden gezielt ausgewählt.
  • Unsere Schülerschaft kommt aus unterschiedlichen Grundschulen, so dass wir eine heterogene Zusammensetzung bekommen. Wir tragen dieser Entwicklung bereits jetzt dadurch Rechnung, dass wir Poolstunden einsetzen, um zusätzlich zum Pflichtunterricht 2 Stunden pro Woche für die Klassenteilungen vornehmen zu können, in denen die Schüler in den Fächern Englisch und Deutsch intensiv gefördert und gefordert werden können (Vertiefungsstunden). Diese Maßnahmen sind in den Vormittagsunterricht integriert. Wegen der Corona-Pandemie legen wir nach dem Schulwechsel auf das Gymnasium ein besonderes Augenmerk auf die neuen Fünftklässler.  Gerade jetzt ist ein sorgsamer und verantwortungsbewusster Umgang mit den jungen Schülerinnen und Schülern geboten.                                                                                     
  • Langsame Progression des Anforderungsniveaus in den Klassenarbeiten.
  • Die zweite Fremdsprache beginnt erst in Klassenstufe 6, bereits in Klassenstufe 5 erfolgt eine Schulung in Methodenkompetenz (Hausaufgaben, freie Rede usw.).
  • Hausaufgabenbetreuung ist von Montag bis Donnerstag möglich. Die Teilnahme erfolgt freiwillig und kann individuell gestaltet werden.
  • Ein Zehnfingerschreibkurs kann belegt werden.
  • In der Cafeteria gibt es ein Schnupperessen zusammen mit dem Klassenlehrer.
  • Von Anfang an legen wir Wert auf einen respektvollen Umgang miteinander (entsprechend unseres Leitbildes). Dazu finden Projekttage „Gemeinsam Klasse sein“ mit dem Klassenlehrer, Fachlehrkräften und den Schulsozialarbeitern statt. Ganz neu ist ein erlebnispädagogischer Kennenlerntag im Wildpark Bad Mergentheim, der bisher eine sehr positive Resonanz gefunden hat.
  • Eine spezielle Veranstaltung zur Einschulung der neuen Fünftklässler soll ebenfalls den Übergang erleichtern. Die Veranstaltung findet am Spätnachmittag des ersten Schultages statt, ermöglicht die Anwesenheit für Eltern und Verwandte, die Mitwirkung von Schülern aus der Klassenstufe 6 und eine Begrüßung durch Schulleiter. An diesem Tag lernen die neuen Fünftklässler ihre Klassenlehrer und ihre Mitschüler kennen, erhalten ihren Stundenplan und ihre Bücher und werden über organisatorische Abläufe am MSG informiert.  Gleichzeitig erhalten die Eltern wichtige Informationen über das MSG durch den Schulleiter in der Aula.
  • Erster Schultag: Vier Stunden als Klassenlehrerstunde und Kennenlernen des Gebäudes zusammen mit den Paten aus der Oberstufe.
  • Wir praktizieren eine gemeinsame Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Lehrern, z.B. durch thematische Elternabende, Evaluation des sanften Übergangs und ggf. daraus resultierende Maßnahmen.

In der Klassenstufe 5 erarbeiten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Klassenlehrern  Regeln für den Unterricht und den Umgang untereinander. Dafür ist insbesondere auch die Klassenlehrerstunde vorgesehen.

Durch unser Doppelstundenmodell erreichen wir, dass unsere Schüler nicht so viele verschiedene Fächer am Tag haben und die Lehrkräfte können durch den  Unterricht durch den 90-minütigen Unterrichtsblock mithilfe schüleraktivierender Lernmethoden abwechslungsreichen und interessanten Unterricht gestalten.

Durch eine zentrale Planung der Klassenarbeitstermine für jeweils ein halbes Schuljahr und die Veröffentlichung dieser Termine auf unserer Homepage können sich die Schülerinnen und Schüler längerfristig auf Klassenarbeiten vorbereiten und mental darauf einstellen. Es gibt klare Regelungen der Terminierung von Klassenarbeiten, die insbesondere in der Unterstufe zu einer deutlichen Entlastung der Kinder führen:

  • In den Klassenstufen 5 und 6 wird in der Regel maximal eine Klassenarbeit pro Woche geschrieben.
  • In den Klassenstufen 7 bis 10 werden in der Regel max. zwei Klassenarbeiten pro Woche  geschrieben, diese allerdings nicht an unmittelbar aufeinander folgenden Tagen.
  • Vor den Weihnachtsferien und in der ersten Woche nach mindestens einwöchigen Ferien werden keine Klassenarbeiten geschrieben.

Die Schulleitung fordert - wo immer möglich - klare Absprachen der Fachkollegen einer Klassenstufe bei der Notengebung (z. B. im Verhältnis mündlich zu schriftlich) und bezüglich der Konzeption von Klassenarbeiten.