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Wir sagen dem Nichtstun den Kampf an

Schülerinnen und Schüler üben für den Ernstfall, denn jährlich sterben über 50.000 Menschen allein in Deutschland an plötzlichem Herztod.

Während in Ländern wie Schweden und den Niederlanden auch eine Reanimation durch Laien erfolgreich durchgeführt wird, hinkt Deutschland im internationalen Vergleich immer noch hinterher. Bereits im Jahr 2015 startete das Kultusministerium die Initiative „Löwen retten Leben - In Baden-Württemberg macht Wiederbelebung Schule mit dem Ziel die Laienreanimationsrate zu erhöhen. Hierzu wurden Lehrkräfte als LRL-Trainer ausgebildet, die nun dieses Wissen an den Schulen unterrichten und etablieren sollen. Ein Blick in die Statistik zeigt den Erfolg: Immer mehr Menschen beginnen im Notfall eine Herzdruckmassage. Innerhalb der letzten 12 Jahre konnte sich die sogenannte Laienreanimationsquote in Deutschland von 14 Prozent auf gut 51 Prozent (Stand: 2022) steigern.

Im Rahmen der Sporttage wurden insgesamt ... Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 6 bis 10 durch Frau Leuser geschult. Hierzu bekommen sie zunächst in einem theoretischen Teil das Herz-Kreislauf-System des Menschen und die Folgen eines Kreislaufstillstands erläutert. Anschließend wird auf die Dringlichkeit einer Reanimation hingewiesen und der Ablauf dieser erläutert. Die Merkhilfe, die die Schülerinnen und Schüler verinnerlichen sollen sind: PRÜFEN – RUFEN – DRÜCKEN. Im Fokus steht aber die praktische Anwendung dieser Schlagworte. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem „Drücken“, welches für die Herzdruckmassage steht. Hierzu hat das Martin-Schleyer-Gymnasium Übungsmodelle gekauft, sodass jeder Teilnehmer die Möglichkeit hat zu üben. Die wichtigste Lektion, die die Jugendlichen in diesem Kurs lernen, lautet aber: Das Schlimmste was man bei einem Notfall tun kann, ist nichts tun!

Nachdem diese Station positive Resonanz bei der Schulgemeinschaft hervorgerufen hat, soll sie nun jedes Jahr fest ins Schuljahr integriert werden.